(mg) Jeder ist irgendwo zuhause! So rufen die Jugendlichen in der Jugendkirche „Zuhause sein“ vom 22.12.2019 in die Runde. Sie verbinden sowohl materielles, als auch Gefühle mit „Zuhause sein“. „Zuhause ist vielleicht gar nicht an einen Ort gebunden“ sagt eine Jugendliche. Diese Perspektive vom Zuhause sein gibt mir zu denken. In den anschließenden Workshops kann ich mir Gedanken zum Thema machen: Wann und wo bin ich zuhause? , Was bedeutet Zuhause sein für mich ?, Wie kann ich ein Zuhause für Jesus sein? Ein Beispiel dafür liefern die Jugendlichen mit der Bibelstelle vom barmherzigen Samariter. Diese wird als Theaterstück vorgespielt und kommentiert. Jesus kann wiederum genauso ein Zuhause für uns sein: Ihm können wir uns anvertrauen, er hat ein offenes Ohr für uns. Als Symbol für Jesus´ Nähe verteilen die Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem in der Kirche. Die großartige Band Mixed Generations untermalt die Jugendkirche mit ihrer Musik und verleiht ihr ein traumhaft weihnachtliches Ambiente.

(mg) Überwinden ist ein allgegenwärtiges Thema – man muss sich selbst oder Grenzen überwinden, um sein Ziel zu erreichen. In der Jugendkirche am 20.10.2019 greifen die Jugendlichen das Thema auf. Mit einem pantomimischen Anspiel inspirieren mich die Jugendlichen, Grenzen im Alltag zu überwinden. Im Evangelium höre ich: Jesus hat am Sabbat geheilt, obwohl das verboten war. Damit ist er bis heute Vorbild im Grenzen überwinden. In den anschließenden Workshops konnte ich praktisch und kreativ erleben, wie man Grenzen überwinden kann. „Als ich jemand mit dem Rollstuhl durch die Kirche geschoben habe, ist mir erst so richtig bewusst geworden, wie viele Grenzen es in unserem Alltag gibt“, sagt Laura über einen Workshop. „Ab jetzt will ich Jesu Beispiel folgen und mich Grenzen stellen und sie überwinden“. Dem Musikerkollektiv PRISMA aus Kirchheim/Teck gelang es, emotionale Brücken zum Publikum zu schlagen und mit ihrer Musik die Herzen zu erobern.

(LJ) „Was bringt’s“? Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Und die Jugendlichen in der Jugendkirche am 07.07.2019 stellen sie auch. Mit kleinen Anspielen führen die Jugendlichen durch die JuKi. Anspiele, die Situationen und Fragen aus meinem Leben aufgreifen: „Was bringt Glaube?“, „Was macht das Leben wertvoll?“, „Wofür brenne ich?“
Meditationen geben mir Zeit, diese Fragen für mich zu beantworten. Als Hilfestellung geben mir die Jugendlichen die Antworten, die sie gefunden haben. Im Glaube kann man Kraft, Hoffnung und Sinn finden. „Glaube gibt mir eine Antwort“, sagt eine Jugendliche.
Das durften auch die Jünger durch Jesus erfahren. Im vorgespielten Evangelium höre und sehe ich, wie die Jünger Jesus vertrauten und so nach einer erfolglosen Nacht doch noch Fische fingen.
Wer auf Gott vertraut, der wird ihn auch finden. Vielleicht nicht in einer großen Offenbarung, sondern in den kleinen Dingen im Alltag. In einem Lächeln, in einer freundlichen Geste, in einer bestandenen Prüfung. Ich finde ihn in der Musik.
Und Musik gibt es viel an diesem Abend. Die Band Spirit aus Westerheim begleitet die gesamte JuKi mit schwungvollen und nachdenklichen Songs.
Zeit, um sich auszutauschen, gibt es bei den Workshops. Zwischen Bastel- und Fürbittstationen und einem Segensangebot bleibt Raum für Gespräche. „Der Glaube gibt mir Begegnungen im Alltag. So wie heute“, erklärt mir eine andere Besucherin der JuKi und schreibt dies dann auch in die WordCloud, die während der Workshops geöffnet ist.
Es sind die großen und die vielen kleinen Dinge im Leben, in welchen sich Gott zeigt. Und sie sind es auch, die das Leben wertvoll machen. Sie begeistern uns und wir setzen uns dafür ein. Wir brennen dafür.
Gott brennt auch für uns. Das feiern die Besucher der JuKi gemeinsam mit Pfarrer Rother in der Eucharistie. Das gesungene Hochgebet ergreift mich besonders.
Zum Schluss bleibt ein Gebet, dass wir glauben, leben und brennen in Einklang bringen können. Damit wir für den Glauben in unserem Leben brennen können.

(lj) Am Eingang des alten Kastens sitz eine junge Erwachsene und weint bitterlich. Über 80 Jugendliche laufen an ihr vorbei ohne Notiz von ihr zu nehmen. Nur drei rennen an mir vorbei zurück. Doch die Frau ist bereits verschwunden.

Es ist eine Station des ökumenischen Jugendkreuzweg Göppingen am Freitag 12.04.2019.
Vor 2000 Jahren trug Jesus sein Kreuz auf den Berg Golgota zu seiner Hinrichtung. Daran erinnerten sich Jugendliche beim ökumenischen Jugendkreuzweg. An jeder Station wurden ihnen Lebenssituationen aufgezeigt, in welchen es Menschen heute ähnlich geht wie Jesus damals.
Jesus wurde zum Tode verurteilt. In Deutschland gibt es keine Todesurteile mehr, doch wir selbst urteilen über andere Menschen. Wegen ihres Aussehens. Wegen ihrer Herkunft. Wegen ihrer Intelligenz. Wegen ihres Namens. Und damit können wir sogar Leben zerstören.
Jesus musste sein Kreuz tragen. Auch viele unserer Mitmenschen haben schwere Lasten. Andere haben mit großer Trauer zu kämpfen, wie die Frauen, die um Jesus weinten. Dieses stellte die Frau im Alten Kasten da. Indem wir alle Traurigen trösten, bringen wir das Licht Jesu in ihr Leben.
Wieder andere sind abgeschottet und werden immer mehr vergessen. Sie sind für die Gesellschaft wie tot.
Mit Aktionen machten die Jugendlichen einen ersten Schritt, diesen Menschen zu helfen. „Ich habe meinem besten Kumpel seinen Rucksack getragen“, erzählt Lukas.
„Wir haben mit bunter Kreide die Namen der Personen auf den Boden geschrieben, die wir fast vergessen haben“, erklärt Emily und lächelt dabei. „Ich habe den Namen meiner Grundschulfreundin aufgeschrieben. An sie habe ich schon ewig nicht mehr gedacht.“
Die Jugendlichen baten Gott, Licht in das Leben dieser Menschen zu bringen. Sie selbst wollen versuchen, dieses Licht bringen zu können.
Am Ende jeder Station wurde mit Sprühkreide das Logo des Kreuzweges auf den Boden gesprayt. So hinterließen die Jugendlichen auf ihrem Weg sichtbare Spuren.